EllTec Analysis

EllTec Analysis

Makro-Dashboard: USA

Die größte Volkswirtschaft und der größte Aktienmarkt der Welt: Fed, Inflation, Arbeitsmarkt, Wachstum, Liquidität und Finanzierungsbedingungen in den USA.

Was das für Aktien bedeutet

Bezieht sich auf: US-Aktien (S&P 500, Nasdaq 100, Russell 2000)

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Einschätzung von EllTec Analysis · Stand 26. Okt. 2026

Neutral

Der automatische Check zeigt positiv (Wert 27), gestützt von solidem Wachstum, wenigen Erstanträgen und lockeren Finanzierungsbedingungen. EllTec Analysis bleibt bei neutral, weil die Fed erneut erhöht hat und eine 10-Jahres-Rendite nahe 5 % hoch bewertete Wachstumsaktien belastet. Energieproduzenten und Banken profitieren von teurem Öl und höheren Zinsen, Bau, Autos und zyklischer Konsum leiden. Eine Pause mit weicherem Ton oder fallende Ölpreise würden das Bild verbessern, ein Signal für eine Dezember-Erhöhung zusammen mit schwächeren Arbeitsmarktdaten würde es verschlechtern.

Automatischer Makro-Check

BullischWert +27 · 11 Indikatoren · 5 Rückenwind · 2 Gegenwind

Bullisch: Das Makro-Umfeld ist Rückenwind für Aktien.

IndikatorAktuellEinordnungWirkung
US-Leitzins (Obergrenze)4,00 %In den letzten Monaten um 0.3 Prozentpunkte angehoben: Die Notenbank strafft wieder.Gegenwind
Rendite 10-jährige US-Staatsanleihe5,05 %1.1 Prozentpunkte höher als vor 12 Monaten: Höhere lange Zinsen belasten die Bewertungen.Gegenwind
US-Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel)2,60 %Mit 2.6 % nahe am Ziel von 2 %: Spielraum für niedrigere Zinsen.Rückenwind
US-Wirtschaftswachstum (real, annualisiert, Quartal)3,40 %3.4 % Wachstum: eine solide Basis für Unternehmensgewinne.Rückenwind
Konjunkturindex der Chicago Fed (CFNAI)0,07Nahe null (0.1): Wachstum im Trend.Neutral
US-Arbeitslosenquote4,20 %Bei 4.2 % und gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.Neutral
Sahm-Rezessionsindikator0,00 Pp.Mit 0.0 weit von der Rezessionsschwelle 0,5 entfernt.Rückenwind
Zinskurve (10 J. minus 2 J.)+0,37 Pp.Leicht positiv bei 0.4 Prozentpunkten.Neutral
Finanzierungsbedingungen (Chicago Fed, NFCI)-0,49Deutlich unter null (-0.5): lockere Finanzierungsbedingungen.Rückenwind
US-Nettoliquidität (Fed-Bilanz minus TGA und Reverse Repo)5,42 Bio. USDEtwa stabil (+1.7 % in 12 Monaten).Neutral
US-Rezessionswahrscheinlichkeit (Chauvet/Piger, monatlich)0,62 %Eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 0.6 % ist niedrig.Rückenwind
So liest du das

Der automatische Check bewertet jeden Indikator nach einer festen, nachvollziehbaren Regel: Sinkende Leitzinsen, eine Inflation nahe am Ziel, wachsende Exporte oder sinkende Arbeitslosigkeit zählen zum Beispiel als Rückenwind für Aktien, das Gegenteil als Gegenwind.

Der Wert ist der Durchschnitt aller Bewertungen von −100 (jeder Indikator Gegenwind) bis +100 (jeder Indikator Rückenwind). Über +20 gilt als bullisch, unter −20 als bärisch, dazwischen als neutral. Er wird bei jedem Aufruf aus den neuesten Daten berechnet.

Das Makro-Umfeld sagt, ob ein Markt Rückenwind oder Gegenwind hat, nicht, wo er nächste Woche steht. EllTec Analysis verbindet es in jeder Analyse mit Fundamentaldaten und der technischen Struktur. Keine Anlageberatung.

Market Sentiment

Wie ängstlich oder gierig die Anleger gerade sind: der EllTec Analysis Fear & Greed Index für acht Regionen und der Krypto Fear & Greed Index.

EllTec Analysis Fear & Greed Index

Wie ängstlich oder gierig die Anleger in jeder Region sind, jeden Handelstag von EllTec Analysis aus bis zu acht Marktindikatoren gemessen. 0 heißt extreme Angst, 100 extreme Gier. Extreme Angst markierte oft gute Kaufgelegenheiten, extreme Gier überhitzte Märkte.

USA

Gemessen an: S&P 500 · 30. Okt. 2026

48

Neutral

1 Woche: +3 · 1 Monat: −7 · 1 Jahr: ±0

0255075100Jan. 26Apr. 26Juli 26Okt. 26DatumIndex (0 = extreme Angst, 100 = extreme Gier)
Über die Linie fahren für den Wert an einem Tag.
Bestandteile
  • Momentum18
    Kurs gegenüber seinem 125-Tage-Durchschnitt. Ein Markt weit über dem Durchschnitt zeigt Gier.
  • Kursstärke93
    Lage des Kurses in seiner 52-Wochen-Spanne: 100 am Hoch, 0 am Tief.
  • Volatilität66
    20-Tage-Schwankung gegenüber ihrem Jahresdurchschnitt. Steigende Schwankung zeigt Angst (umgekehrt gewertet).
  • Nachfrage nach sicheren Häfen17
    20-Tage-Rendite der Aktien minus US-Staatsanleihen. Flüchten Anleger in Anleihen, steigt die Angst.
  • Nachfrage nach Hochzinsanleihen10
    20-Tage-Rendite von Hochzinsanleihen minus Staatsanleihen. Appetit auf riskante Anleihen zeigt Gier.
  • Marktbreite91
    Gleichgewichteter gegenüber kapitalgewichtetem S&P 500. Steigen viele Aktien, nicht nur die Giganten, ist die Stimmung breit.
  • Finanzstress38
    Finanzstress-Index der St. Louis Fed (Zinsen, Kreditaufschläge, Volatilität). Hoher Stress zeigt Angst (umgekehrt gewertet).
So wird der Index berechnet

Jeder Indikator wird mit seinen eigenen letzten drei Jahren verglichen: Der Wert wird zu einem Perzentil von 0 (der ängstlichste Wert des Zeitraums) bis 100 (der gierigste). So wird jeder Indikator daran gemessen, was für ihn normal ist.

Der Index ist der Durchschnitt der verfügbaren Indikatoren. Werte von 0 bis 25 bedeuten extreme Angst, 25 bis 45 Angst, 45 bis 55 neutral, 55 bis 75 Gier und 75 bis 100 extreme Gier.

Daten: tägliche Schlusskurse von Yahoo Finance (Aktienindizes, ETFs, Währungen; gezeigt wird nur der abgeleitete Index) und der Finanzstress-Index der St. Louis Fed von FRED. Einmal täglich neu berechnet.

Wie jedes Stimmungsbarometer beschreibt er die Stimmung, nicht die Zukunft. Am aussagekräftigsten ist er in den Extremen und zusammen mit der Analyse des Werts selbst.

  • Momentum: Kurs gegenüber seinem 125-Tage-Durchschnitt. Ein Markt weit über dem Durchschnitt zeigt Gier.
  • Kursstärke: Lage des Kurses in seiner 52-Wochen-Spanne: 100 am Hoch, 0 am Tief.
  • Volatilität: 20-Tage-Schwankung gegenüber ihrem Jahresdurchschnitt. Steigende Schwankung zeigt Angst (umgekehrt gewertet).
  • Nachfrage nach sicheren Häfen: 20-Tage-Rendite der Aktien minus US-Staatsanleihen. Flüchten Anleger in Anleihen, steigt die Angst.
  • Nachfrage nach Hochzinsanleihen: 20-Tage-Rendite von Hochzinsanleihen minus Staatsanleihen. Appetit auf riskante Anleihen zeigt Gier.
  • Marktbreite: Gleichgewichteter gegenüber kapitalgewichtetem S&P 500. Steigen viele Aktien, nicht nur die Giganten, ist die Stimmung breit.
  • Währung: 20-Tage-Veränderung der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar. Fließt Geld ins Land, wird die Währung stärker.
  • Aktien gegen Gold: 20-Tage-Rendite der Aktien minus Gold. Eine Flucht in Gold zeigt Angst.
  • Finanzstress: Finanzstress-Index der St. Louis Fed (Zinsen, Kreditaufschläge, Volatilität). Hoher Stress zeigt Angst (umgekehrt gewertet).
Alle Regionen im Makro-Dashboard →

Krypto Fear & Greed Index

Krypto Fear & Greed Index

30

Angst

Stand 30. Okt. 2026 · 1 Woche: −20 · 1 Monat: −41

Veränderung im Zeitraum: −4

Index0255075100Jan. 26Apr. 26Juli 26Okt. 26

Misst die Stimmung am Kryptomarkt von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier), berechnet aus Volatilität, Momentum, Handelsvolumen, sozialen Medien und Bitcoin-Dominanz. Extreme Angst markierte oft Kaufgelegenheiten, extreme Gier überhitzte Phasen.

Quelle: Fear & Greed Index von Alternative.me

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Ein Stimmungsbarometer für den Kryptomarkt von 0 bis 100, berechnet von Alternative.me. Es fasst Volatilität, Kursmomentum, Handelsvolumen, Aktivität in sozialen Medien, Bitcoin-Dominanz und Suchanfragen zu einer Zahl zusammen. 0 bis 24 bedeutet extreme Angst, 75 bis 100 extreme Gier.

Was kann das andeuten?

Der Index wird oft gegen die Masse gelesen: Extreme Angst trat in der Vergangenheit häufig in der Nähe von Tiefpunkten auf, extreme Gier in überhitzten Phasen nahe Hochs. Er ist aber kein Timing-Signal, extreme Werte können wochenlang anhalten.

Was hängt damit zusammen?

Bezieht sich vor allem auf Bitcoin und damit auf den ganzen Kryptomarkt (Ethereum, Solana, Cardano, Litecoin, NEO) sowie auf bitcoinnahe Aktien wie Strategy (MSTR) oder Robinhood. Bei EllTec Analysis ergänzt er die Wellenzählung als Hinweis auf die Stimmung.

Weekly Market Briefing · Makro-Ausblick USA

USA: Fed-Entscheid bei 10-Jahres-Rendite nahe 5 % und Brent bei 116 Dollar

Der automatische Check zeigt positiv (Wert 27), gestützt von solidem Wachstum, wenigen Erstanträgen und lockeren Finanzierungsbedingungen. EllTec Analysis bleibt bei neutral, weil die Fed erneut erhöht hat und eine 10-Jahres-Rendite nahe 5 % hoch bewertete Wachstumsaktien belastet. Energieproduzenten und Banken profitieren von teurem Öl und höheren Zinsen, Bau, Autos und zyklischer Konsum leiden. Eine Pause mit weicherem Ton oder fallende Ölpreise würden das Bild verbessern, ein Signal für eine Dezember-Erhöhung zusammen mit schwächeren Arbeitsmarktdaten würde es verschlechtern.

Ganzen Ausblick im Weekly Market Briefing lesen

Wichtige Charts

US-Leitzins (Obergrenze)

4,00 %

Stand 29. Okt. 2026 · 1 Monat: ±0,00 Pp. · 1 Jahr: −0,25 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −1,50 Pp.

%3,544,555,5202420252026

Der Leitzins der US-Notenbank. Höhere Zinsen verknappen die Liquidität, was eher Wachstumsaktien und Krypto belastet.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Leitzins der US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed). Zu diesem Zins leihen sich Banken in den USA untereinander über Nacht Geld. Die Fed legt dafür eine Spanne fest, hier siehst du die Obergrenze.

Was kann das andeuten?

Steigt der Leitzins, wird Geld teurer: Kredite kosten mehr, Unternehmen investieren weniger und die Wirtschaft kühlt ab. Sinkt er, wird Geld billiger und die Wirtschaft wird angekurbelt. Zinserhöhungen zeigen meist, dass die Fed die Inflation bekämpft, Zinssenkungen, dass sie sich um das Wachstum sorgt.

Was hängt damit zusammen?

Fast alle Märkte reagieren auf die Fed: Aktien (besonders Wachstums- und Technologiewerte), Anleihen, der US-Dollar, Gold und Kryptowährungen. Hohe Zinsen machen sichere Zinsanlagen attraktiver und riskante Anlagen weniger attraktiv. Eng verbunden mit der Inflation, dem Arbeitsmarkt und der Rendite 2-jähriger Staatsanleihen.

Rendite 2-jährige US-Staatsanleihe

4,67 %

Stand 28. Okt. 2026 · 1 Monat: −0,25 Pp. · 1 Jahr: +1,20 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −0,36 Pp.

%33,544,555,5202420252026

Folgt eng den Erwartungen an die nächsten Zinsschritte der Fed.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Rendite einer 2-jährigen US-Staatsanleihe. Weil die Laufzeit kurz ist, spiegelt sie vor allem wider, was der Markt von der Fed in den nächsten zwei Jahren erwartet.

Was kann das andeuten?

Liegt die 2-jährige Rendite deutlich unter dem Leitzins, rechnet der Markt mit Zinssenkungen. Liegt sie darüber, erwartet er weitere Erhöhungen. Ein schneller Fall ist oft ein frühes Zeichen für eine Wende der Geldpolitik.

Was hängt damit zusammen?

Eng verbunden mit dem Leitzins der Fed, dem US-Dollar und der Zinskurve (10 Jahre minus 2 Jahre). Wichtig für Banken und für kurzfristige Zinsanlagen.

Rendite 10-jährige US-Staatsanleihe

5,05 %

Stand 28. Okt. 2026 · 1 Monat: −0,19 Pp. · 1 Jahr: +1,06 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,17 Pp.

%3,544,555,5202420252026

Der weltweite Maßstab für langfristige Zinsen und der Abzinsungssatz für Aktienbewertungen.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die jährliche Rendite, die Anleger für eine 10-jährige US-Staatsanleihe bekommen. Sie wird jeden Tag am Markt gebildet und ist der wichtigste Zins der Welt.

Was kann das andeuten?

Steigende Renditen bedeuten, dass Anleger mehr Inflation, mehr Wachstum oder mehr Staatsschulden erwarten. Für Aktien heißt das oft Gegenwind, weil zukünftige Gewinne weniger wert sind, wenn man sie mit einem höheren Zins abzinst. Fallende Renditen deuten oft auf schwächeres Wachstum oder Flucht in sichere Anlagen hin.

Was hängt damit zusammen?

Bestimmt Hypothekenzinsen und Finanzierungskosten weltweit. Besonders empfindlich reagieren Wachstums- und Technologieaktien (NASDAQ 100), Immobilienwerte, Gold und Bitcoin. Hängt eng mit der realen Rendite und der Inflationserwartung zusammen.

Zinskurve (10 J. minus 2 J.)

+0,37 Pp.

Stand 29. Okt. 2026 · 1 Monat: ±0,00 Pp. · 1 Jahr: −0,12 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,52 Pp.

Pp.-1-0,500,51202420252026

Unter null (invers) ging historisch oft Rezessionen voraus; eine erneute Versteilung kommt häufig, wenn der Zyklus dreht.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Unterschied zwischen der 10-jährigen und der 2-jährigen US-Rendite in Prozentpunkten. Normalerweise bekommt man für längere Laufzeiten mehr Zins, die Kurve ist dann positiv.

Was kann das andeuten?

Fällt der Wert unter null, spricht man von einer inversen Zinskurve. Das passierte vor fast jeder US-Rezession der letzten 50 Jahre, oft mit 6 bis 24 Monaten Vorlauf. Wichtig: Die Rezession kam meist erst, nachdem die Kurve wieder über null gestiegen war (Versteilung).

Was hängt damit zusammen?

Gilt als einer der verlässlichsten Konjunkturindikatoren. Betrifft Bankaktien (sie verdienen an der Differenz zwischen kurzen und langen Zinsen), zyklische Aktien und die allgemeine Risikobereitschaft am Markt.

Reale 10-Jahres-Rendite USA (TIPS)

2,67 %

Stand 28. Okt. 2026 · 1 Monat: −0,23 Pp. · 1 Jahr: +0,96 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,23 Pp.

%1,522,53202420252026

Die Rendite nach Inflation. Steigende Realzinsen belasten eher Gold, Wachstumsaktien und Bitcoin.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Rendite inflationsgeschützter 10-jähriger US-Staatsanleihen (TIPS). Sie zeigt den Zins nach Abzug der erwarteten Inflation, also den echten Ertrag.

Was kann das andeuten?

Steigende Realzinsen machen sichere Anlagen wirklich lohnend und entziehen Anlagen ohne laufenden Ertrag Kapital. Negative Realzinsen bedeuten, dass Sparer nach Inflation Geld verlieren, das treibt Anleger oft in Aktien, Gold und Krypto.

Was hängt damit zusammen?

Einer der wichtigsten Treiber für den Goldpreis (meist gegenläufig), für hoch bewertete Wachstumsaktien und für Bitcoin. Ergibt zusammen mit der Inflationserwartung (Breakeven) ungefähr die normale 10-jährige Rendite.

US-Inflation (VPI, Vorjahr)

3,70 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,30 Pp. · 1 Jahr: +0,70 Pp.

Veränderung im Zeitraum: ±0,00 Pp.

%2345202420252026Ziel 2 %

Verbraucherpreis-Inflation; die Fed strebt 2 % an.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Inflationsrate in den USA: wie viel teurer ein typischer Warenkorb (Miete, Lebensmittel, Benzin, Dienstleistungen) im Vergleich zum Vorjahresmonat geworden ist. Die gestrichelte Linie zeigt das 2-%-Ziel der Fed.

Was kann das andeuten?

Liegt die Inflation deutlich über 2 %, muss die Fed die Zinsen eher hoch halten oder erhöhen. Fällt sie Richtung 2 %, werden Zinssenkungen wahrscheinlicher. Überraschungen bei der monatlichen Veröffentlichung bewegen die Märkte oft stark.

Was hängt damit zusammen?

Direkt verbunden mit dem Leitzins, den Anleiherenditen und dem US-Dollar. Hohe Inflation belastet Konsum und Unternehmensmargen, kann aber Rohstoffen und Sachwerten helfen. Ölpreise sind ein wichtiger Treiber.

US-Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel)

2,60 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,20 Pp. · 1 Jahr: −0,40 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −1,50 Pp.

%2345202420252026Ziel 2 %

Ohne schwankende Energie- und Lebensmittelpreise, zeigt den zugrunde liegenden Trend.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die US-Inflation ohne Energie und Lebensmittel. Diese beiden Bereiche schwanken stark, deshalb zeigt die Kerninflation den zugrunde liegenden Preistrend besser.

Was kann das andeuten?

Bleibt die Kerninflation hoch, obwohl die Gesamtinflation fällt, ist der Preisdruck hartnäckig (zum Beispiel bei Mieten und Löhnen). Für die Fed ist das ein Grund, mit Zinssenkungen zu warten.

Was hängt damit zusammen?

Hängt stark mit Löhnen, Mieten und dem Arbeitsmarkt zusammen. Wichtig für die Zinserwartungen und damit für Anleihen, Aktienbewertungen und den Dollar.

US-Kern-PCE-Inflation (Vorjahr)

3,10 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,10 Pp. · 1 Jahr: +0,30 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −0,60 Pp.

%22,533,54202420252026Ziel 2 %

Das bevorzugte Inflationsmaß der Fed; ihr 2-%-Ziel bezieht sich auf diese Größe.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Kerninflation nach dem PCE-Index (Konsumausgaben der privaten Haushalte), ohne Energie und Lebensmittel. Das ist das Inflationsmaß, auf das sich das 2-%-Ziel der Fed offiziell bezieht.

Was kann das andeuten?

Weil die Fed genau auf diese Zahl schaut, ist sie für Zinsentscheidungen oft wichtiger als die bekanntere Verbraucherpreis-Inflation. Ein Rückgang Richtung 2 % öffnet die Tür für Zinssenkungen.

Was hängt damit zusammen?

Liegt meist etwas unter der Kern-VPI-Inflation. Wichtig für Zinserwartungen, Anleiherenditen, den Dollar und damit indirekt für Aktien und Krypto.

Erwartete Inflation 1 Jahr (Modell der Cleveland Fed)

2,98 %

Stand Oktober 2026 · 1 Monat: +0,32 Pp. · 1 Jahr: +0,25 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,21 Pp.

%22,533,54202420252026Ziel 2 %

Für die nächsten 12 Monate erwartete Inflation, geschätzt aus Anleiherenditen, Inflationsswaps und Umfragen.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die für die nächsten 12 Monate erwartete Inflation, geschätzt von der Federal Reserve Bank of Cleveland aus Anleiherenditen, Inflationsswaps und Umfragen.

Was kann das andeuten?

Zeigt, mit welcher Inflation Märkte und Verbraucher kurzfristig rechnen. Steigende Erwartungen können sich selbst verstärken, weil Unternehmen Preise und Beschäftigte Löhne früher anheben. Sinkende Erwartungen geben der Fed Spielraum für Zinssenkungen.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Benzin- und Lebensmittelpreisen, der Verbraucherinflation und den nächsten Zinsentscheidungen der Fed.

US-Wirtschaftswachstum (real, annualisiert, Quartal)

3,40 %

Stand Q3 2026 · 1 Monat: +1,20 Pp. · 1 Jahr: −0,50 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −1,10 Pp.

%0246202420252026

Quartalswachstum der US-Wirtschaft. Zwei negative Quartale in Folge gelten als Faustregel für eine Rezession.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Das Wachstum der US-Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt) pro Quartal, bereinigt um Inflation und auf ein Jahr hochgerechnet. Es misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in den USA hergestellt werden.

Was kann das andeuten?

Werte um 2 % gelten als gesundes Wachstum. Zwei negative Quartale in Folge sind eine bekannte Faustregel für eine Rezession. Sehr hohe Werte können Inflationsdruck bedeuten.

Was hängt damit zusammen?

Die Grundlage für Unternehmensgewinne und damit für Aktien. Hängt eng mit Konsum (Einzelhandel), Arbeitsmarkt, Industrieproduktion und den Zinsentscheidungen der Fed zusammen.

GDPNow: Echtzeit-Schätzung des US-Wachstums (Atlanta Fed)

3,22 %

Stand Q4 2026 · 1 Monat: −0,05 Pp. · 1 Jahr: −1,02 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,84 Pp.

%-4-20246202420252026

Die laufende Schätzung der Atlanta Fed für das Wachstum im aktuellen Quartal, aktualisiert nach jeder Datenveröffentlichung.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Eine laufende Schätzung der Atlanta Fed für das US-Wachstum im aktuellen Quartal (real, aufs Jahr hochgerechnet). Sie wird nach jeder wichtigen Datenveröffentlichung neu berechnet, lange bevor die offizielle Zahl kommt.

Was kann das andeuten?

Ein hoher Wert zeigt eine starke Wirtschaft im laufenden Quartal, ein Wert unter null eine schrumpfende. Weil es ein Modell ist, kann sich die Schätzung im Quartal noch deutlich ändern.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit dem offiziellen BIP-Wachstum, Konsum, Investitionen und den Erwartungen an die Fed.

Wöchentlicher Konjunkturindex (NY Fed, wöchentlich)

2,98 %

Stand 24. Okt. 2026 · 1 Monat: −0,04 Pp. · 1 Jahr: +0,83 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,96 Pp.

%1234202420252026

Zehn Wochendaten, skaliert auf das US-Wirtschaftswachstum über ein Jahr. Der schnellste breite Blick auf die Konjunktur, jede Woche neu.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Weekly Economic Index der New York Fed fasst zehn Wochendaten zusammen, zum Beispiel Arbeitslosenanträge, Stromverbrauch, Bahnfrachten, Steuereinnahmen und Verbrauchervertrauen. Er ist so skaliert, dass er dem Wachstum des US-BIP über vier Quartale entspricht.

Was kann das andeuten?

Ein Wert von 2 heißt grob: Die Wirtschaft wächst gerade mit etwa 2 % im Jahr. Weil er jede Woche erscheint, zeigt er Wendepunkte früher als die offiziellen BIP-Zahlen, schwankt dafür aber stärker.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit dem BIP-Wachstum, GDPNow der Atlanta Fed, Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Chicago Fed National Activity Index. Gut, um nach Schocks (wie 2020) schnell zu sehen, wie stark die Wirtschaft reagiert.

Konjunkturindex der Chicago Fed (CFNAI)

0,07

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,15 · 1 Jahr: +0,38

Veränderung im Zeitraum: +0,10

Index-1-0,500,5202420252026

Fasst 85 Indikatoren zu einer Zahl zusammen. Über null heißt Wachstum über Trend, unter etwa −0,7 oft Rezession.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Chicago Fed National Activity Index fasst 85 Konjunkturdaten aus Produktion, Arbeitsmarkt, Konsum, Wohnungsbau und Aufträgen zu einer Zahl zusammen.

Was kann das andeuten?

Null bedeutet Wachstum im langfristigen Trend, positive Werte Wachstum darüber, negative darunter. Fällt der Dreimonatsdurchschnitt unter etwa −0,7, begann in der Vergangenheit oft eine Rezession.

Was hängt damit zusammen?

Eine gute Zusammenfassung vieler Einzeldaten auf dieser Seite. Verbunden mit Industrieproduktion, Arbeitsmarkt und Konjunkturaktien.

US-Frühindikator (OECD)

101,00

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,1 % · 1 Jahr: +1,4 %

Veränderung im Zeitraum: +2,2 %

Index9899100101202420252026

Bündelt Indikatoren, die vor der Konjunktur drehen. Über 100 und steigend deutet auf Wachstum über dem Trend.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Frühindikator der OECD für die USA bündelt Größen, die meist vor der Wirtschaft drehen, zum Beispiel Aufträge, Baugenehmigungen, Aktienkurse und Zinsabstände. 100 ist der langfristige Trend.

Was kann das andeuten?

Steigt der Indikator über 100, deutet das auf Wachstum über dem Trend in den nächsten Monaten hin. Fällt er unter 100 und weiter, droht eine Abschwächung.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit zyklischen Aktien, Rohstoffen, Unternehmensgewinnen und dem Zinszyklus.

Neue US-Stellen (Non-Farm Payrolls, pro Monat)

29 Tsd.

Stand September 2026 · 1 Monat: −104 Tsd. · 1 Jahr: −47 Tsd.

Veränderung im Zeitraum: −127 Tsd.

Tsd.-200-1000100200300202420252026

Monatliche Veränderung der US-Beschäftigung in Tausend. Eine der marktbewegendsten Veröffentlichungen im Monat.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Wie viele Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA in einem Monat neu entstanden (oder weggefallen) sind, in Tausend. Die Zahl wird am ersten Freitag jedes Monats veröffentlicht.

Was kann das andeuten?

Über etwa 150.000 neue Stellen pro Monat gilt der Arbeitsmarkt als stark. Werte nahe null oder darunter deuten auf eine Abkühlung hin und machen Zinssenkungen wahrscheinlicher. Achtung: Die Zahlen werden später oft deutlich korrigiert.

Was hängt damit zusammen?

Eine der marktbewegendsten Zahlen überhaupt: Sie beeinflusst Zinserwartungen, Dollar, Anleihen, Aktien und Gold oft innerhalb von Minuten. Hängt mit Arbeitslosenquote, Erstanträgen und Konsum zusammen.

US-Arbeitslosenquote

4,20 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,10 Pp. · 1 Jahr: −0,20 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,50 Pp.

%3,63,844,24,44,6202420252026

Eine steigende Quote zeigt eine abkühlende Wirtschaft und führt oft zu früheren Zinssenkungen.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Anteil der Menschen in den USA, die arbeiten wollen, aber keine Stelle haben.

Was kann das andeuten?

Eine niedrige Quote zeigt einen starken Arbeitsmarkt. Steigt sie innerhalb eines Jahres um etwa einen halben Prozentpunkt vom Tief (Sahm-Regel), war das in der Vergangenheit ein verlässliches Zeichen, dass eine Rezession begonnen hat.

Was hängt damit zusammen?

Die Fed hat zwei Ziele: stabile Preise und hohe Beschäftigung. Steigende Arbeitslosigkeit führt deshalb oft zu Zinssenkungen. Wichtig für Konsumaktien und die gesamte Konjunktur.

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

194 Tsd.

Stand 24. Okt. 2026 · 1 Monat: −4 Tsd. · 1 Jahr: −37 Tsd.

Veränderung im Zeitraum: −23 Tsd.

Tsd.180200220240260202420252026

Neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe pro Woche in Tausend. Ein schnelles Frühsignal für den Arbeitsmarkt.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Wie viele Menschen in den USA pro Woche erstmals Arbeitslosenhilfe beantragen, in Tausend. Die Zahl erscheint jeden Donnerstag und ist damit sehr aktuell.

Was kann das andeuten?

Ein dauerhafter Anstieg ist eines der ersten Anzeichen, dass Unternehmen Personal abbauen und sich die Wirtschaft abkühlt. Niedrige, stabile Werte zeigen einen robusten Arbeitsmarkt.

Was hängt damit zusammen?

Frühindikator für die monatlichen Arbeitsmarktzahlen und die Arbeitslosenquote. Steigende Anträge erhöhen die Chance auf Zinssenkungen und sind oft schlecht für zyklische Aktien.

Sahm-Rezessionsindikator

0,00 Pp.

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,07 Pp. · 1 Jahr: −0,23 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −0,20 Pp.

Pp.-0,200,20,40,6202420252026

Anstieg der Arbeitslosenquote über ihr jüngstes Tief. Ab 0,5 Punkten begann in der Vergangenheit meist eine Rezession.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Sahm-Indikator, benannt nach der Ökonomin Claudia Sahm: wie weit der 3-Monats-Durchschnitt der US-Arbeitslosenquote über seinem Tief der letzten 12 Monate liegt, in Prozentpunkten.

Was kann das andeuten?

Erreicht der Wert 0,5 Punkte oder mehr, hatte in der Vergangenheit fast immer eine Rezession begonnen. Er ist ein Echtzeit-Signal, kein Frühindikator, und kann durch Sondereffekte wie eine schnell wachsende Zahl an Arbeitskräften verzerrt werden.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Arbeitslosenquote, Folgeanträgen und Zinskurve. Ein Anstieg führt meist zu schnelleren Zinssenkungen und belastet zyklische Aktien.

US-Rezessionswahrscheinlichkeit (Chauvet/Piger, monatlich)

0,62 %

Stand 1. Aug. 2026 · 1 Monat: +0,38 Pp. · 1 Jahr: −0,24 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +0,56 Pp.

%0123202420252026

Modellschätzung aus Beschäftigung, Produktion, Einkommen und Umsätzen. Werte über etwa 20 % traten meist in oder kurz vor einer Rezession auf.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Eine Schätzung der Ökonomen Marcelle Chauvet und Jeremy Piger, wie wahrscheinlich sich die US-Wirtschaft gerade in einer Rezession befindet. Das Modell wertet monatlich Beschäftigung, Industrieproduktion, reale Einkommen und Umsätze aus.

Was kann das andeuten?

Werte nahe null bedeuten Wachstum. Steigt die Kurve deutlich über etwa 20 %, war die Wirtschaft in der Vergangenheit meist schon in einer Rezession oder kurz davor. Weil die Daten erst mit Verzögerung kommen, bestätigt der Wert eher eine Rezession, als dass er sie lange vorher ankündigt.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit der Zinskurve (10 Jahre minus 3 Monate), der Sahm-Regel, Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und Gewinnschätzungen für Aktien. In Rezessionen fallen meist Aktien und Rohstoffe, Staatsanleihen und oft Gold steigen.

US-Einzelhandelsumsatz (Vorjahr, nominal)

6,30 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,70 Pp. · 1 Jahr: +2,60 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +4,80 Pp.

%-2,502,557,5202420252026

Wie viel US-Verbraucher ausgeben. Der Konsum macht rund zwei Drittel der US-Wirtschaft aus.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Wie viel mehr oder weniger US-Verbraucher im Einzelhandel ausgeben als ein Jahr zuvor, nicht um Inflation bereinigt.

Was kann das andeuten?

Der Konsum macht rund zwei Drittel der US-Wirtschaft aus. Liegt das Umsatzwachstum unter der Inflationsrate, kaufen die Menschen real weniger, ein Warnsignal für die Konjunktur.

Was hängt damit zusammen?

Direkt wichtig für Händler und Konsumaktien (zum Beispiel Best Buy, Lululemon, Wayfair, Zalando), Zahlungsdienstleister (PayPal) und das Wirtschaftswachstum insgesamt.

US-Realeinkommen verfügbar (Vorjahr)

1,00 %

Stand September 2026 · 1 Monat: −0,30 Pp. · 1 Jahr: −0,80 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −4,70 Pp.

%02468202420252026

Einkommen der Haushalte nach Steuern und Inflation. Bestimmt den Spielraum für den Konsum.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Das Einkommen der US-Haushalte nach Steuern, bereinigt um die Inflation, im Vergleich zum Vorjahr.

Was kann das andeuten?

Wächst das Realeinkommen, können die Menschen mehr ausgeben, ohne Schulden zu machen oder weniger zu sparen. Schrumpft es, gerät der Konsum früher oder später unter Druck.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit dem Konsum, der Sparquote, den Konsumentenkrediten und Einzelhandelsaktien wie Lululemon oder Best Buy.

US-Industrieproduktion (Vorjahr)

2,20 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,60 Pp. · 1 Jahr: +0,30 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +2,50 Pp.

%-2-10123202420252026

Leistung von Industrie, Bergbau und Versorgern. Wichtig für Rohstoffe und zyklische Aktien.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Veränderung der US-Industrieproduktion (Fabriken, Bergbau, Strom- und Gasversorgung) im Vergleich zum Vorjahr.

Was kann das andeuten?

Positive Werte zeigen eine wachsende Industrie, negative eine schrumpfende. Die Industrie reagiert früher auf Konjunkturwechsel als der Dienstleistungssektor und gilt deshalb als Frühindikator.

Was hängt damit zusammen?

Wichtig für Rohstoffe (Öl, Metalle, Gas), Industrie- und Chemieaktien (zum Beispiel FMC oder thyssenkrupp) und Transportunternehmen.

US-Unternehmensgewinne nach Steuern (hochgerechnet aufs Jahr)

4.279,9 Mrd. USD

Stand Q2 2026 · 1 Monat: +8,4 % · 1 Jahr: +26,6 %

Veränderung im Zeitraum: +37,6 %

Mrd. USD3.0003.5004.0004.500202420252026

Gewinne aller US-Unternehmen laut Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung (BEA), vierteljährlich. Langfristiger Treiber der Aktienkurse.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Gewinne aller US-Unternehmen nach Steuern laut der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, als Quartalswert auf ein ganzes Jahr hochgerechnet.

Was kann das andeuten?

Auf lange Sicht folgen Aktienkurse den Gewinnen. Steigende Gewinne stützen den Markt, fallende Gewinne gehen oft mit Rezessionen und Kursrückgängen einher.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit US-Aktien, dem Wirtschaftswachstum, Löhnen und Zinskosten der Unternehmen.

US-Nettoliquidität (Fed-Bilanz minus TGA und Reverse Repo)

5,42 Bio. USD

Stand 28. Okt. 2026 · 1 Monat: −0,6 % · 1 Jahr: +1,7 %

Veränderung im Zeitraum: −4,1 %

Bio. USD5,25,45,65,86202420252026

Der Teil der Fed-Bilanz, der tatsächlich bei den Märkten ankommt; wichtig für Aktien und Bitcoin.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Bilanzsumme der Fed abzüglich des Kontos des Finanzministeriums (TGA) und der Reverse-Repo-Fazilität, in Billionen US-Dollar. Ein vereinfachtes Maß dafür, wie viel Notenbankgeld tatsächlich im Finanzsystem arbeitet.

Was kann das andeuten?

Steigt die Nettoliquidität, ist mehr Geld für Anlagen verfügbar, was in den letzten Jahren oft mit steigenden Aktien- und Kryptokursen einherging. Sinkt sie, etwa durch Bilanzabbau der Fed oder ein volleres Regierungskonto, fehlt dem Markt Rückenwind.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit der Fed-Bilanz, TGA, Reverse Repo, Bankreserven und besonders liquiditätsgetriebenen Anlagen wie Bitcoin, Technologieaktien (Nasdaq 100) und Small Caps (Russell 2000).

US-Geldmenge M2 (Vorjahr)

5,70 %

Stand September 2026 · 1 Monat: +0,10 Pp. · 1 Jahr: +1,50 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +9,40 Pp.

%-5-2,502,557,5202420252026

Wachstum der Geldmenge. Starkes M2-Wachstum ging oft mit steigenden Vermögenspreisen einher, auch bei Krypto.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Das Wachstum der US-Geldmenge M2 im Vergleich zum Vorjahr. M2 umfasst Bargeld, Girokonten, Sparkonten und Geldmarktfonds, also das Geld, das Menschen und Unternehmen schnell zur Verfügung haben.

Was kann das andeuten?

Starkes Wachstum bedeutet viel neues Geld im System, das oft in Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien und Krypto fließt und später die Inflation antreiben kann. Ein Schrumpfen (negative Werte) ist historisch selten und zeigt sehr knappe Liquidität.

Was hängt damit zusammen?

Gilt als wichtiger Treiber für Bitcoin und spekulative Anlagen. Hängt mit der Bilanz der Fed, der Kreditvergabe der Banken und der Inflation zusammen.

Finanzierungsbedingungen (Chicago Fed, NFCI)

-0,49

Stand 23. Okt. 2026 · 1 Monat: +0,04 · 1 Jahr: +0,03

Veränderung im Zeitraum: −0,21

Index-0,6-0,4-0,2-0202420252026

Wöchentliche Zusammenfassung von 105 Kennzahlen aus Geld-, Anleihe- und Aktienmärkten der USA. Unter null lockerer als im Durchschnitt, über null straffer.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Ein Index der Federal Reserve Bank of Chicago, der jede Woche 105 Kennzahlen aus Geldmarkt, Anleihen, Aktien und Bankkrediten zu einer Zahl zusammenfasst.

Was kann das andeuten?

Werte unter null bedeuten, dass Geld leichter als im Durchschnitt zu bekommen ist, das stützt meist Aktien und Krypto. Ein schneller Anstieg über null zeigte in der Vergangenheit Finanzstress an, etwa 2008 und 2020.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit dem Finanzstress-Index, dem Leitzins, Kreditbedingungen der Banken, Aktien und Krypto.

Finanzstress-Index der St. Louis Fed

-0,58

Stand 23. Okt. 2026 · 1 Monat: +0,12 · 1 Jahr: −0,23

Veränderung im Zeitraum: −0,25

Index-1-0,500,51202420252026

Fasst 18 Marktindikatoren zusammen. Null ist normal, über null bedeutet mehr Stress als üblich.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Finanzstress-Index der Federal Reserve Bank of St. Louis fasst 18 wöchentliche Marktdaten wie Zinsabstände, Volatilität und Risikoaufschläge zu einer Zahl zusammen.

Was kann das andeuten?

Null entspricht einem normalen Stressniveau. Positive Werte zeigen erhöhten Stress, wie 2008, 2020 oder bei der Bankenkrise 2023. Negative Werte bedeuten ruhige, entspannte Märkte, in denen Risiko gern eingegangen wird.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Aktienvolatilität, Risikoaufschlägen von Unternehmensanleihen, dem US-Dollar und Fluchtwährungen. Hohe Werte belasten riskante Anlagen wie Small Caps und Krypto.

US-Hypothekenzins (30 Jahre fest)

7,24 %

Stand 29. Okt. 2026 · 1 Monat: +0,21 Pp. · 1 Jahr: +1,05 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −0,52 Pp.

%5,566,577,58202420252026

Was US-Hauskäufer für einen Festzinskredit zahlen. Treibt Immobilienmarkt und Konsum.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der durchschnittliche Zins für eine 30-jährige Festzins-Hypothek in den USA, wöchentlich erhoben von Freddie Mac.

Was kann das andeuten?

Hohe Hypothekenzinsen bremsen Hauskäufe und Neubau, weil die monatliche Rate stark steigt. Sinkende Zinsen beleben den Immobilienmarkt und setzen bei Umschuldungen Geld für Konsum frei.

Was hängt damit zusammen?

Folgt eng der 10-jährigen Rendite. Wichtig für Baufirmen, Baumärkte, Banken, Möbelhändler (zum Beispiel Wayfair) und den gesamten US-Konsum, weil das Eigenheim das größte Vermögen vieler Haushalte ist.

US-Hauspreise (FHFA, Vorjahr)

2,40 %

Stand August 2026 · 1 Monat: −0,10 Pp. · 1 Jahr: −0,30 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −3,00 Pp.

%02468202420252026

Preisveränderung von US-Einfamilienhäusern; das größte Vermögen der meisten Haushalte.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Veränderung der Preise für US-Einfamilienhäuser zum Vorjahr, nach dem Hauspreisindex der Bundesbehörde FHFA.

Was kann das andeuten?

Steigende Hauspreise machen Eigentümer reicher und stützen den Konsum (Vermögenseffekt). Fallende Preise belasten Banken und Konsum, wie in der Finanzkrise 2008. Hauspreise fließen mit Verzögerung in die Wohnkosten-Inflation ein.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Hypothekenzinsen, Wohnkosten-Inflation, Banken und dem gesamten Konsum.

US-Dollar-Index (breit, Fed)

121,32

Stand 23. Okt. 2026 · 1 Monat: +1,0 % · 1 Jahr: +0,3 %

Veränderung im Zeitraum: −1,6 %

Index115120125130135202420252026

Ein stärkerer Dollar verschärft die weltweiten Finanzierungsbedingungen und belastet oft Schwellenländer und Rohstoffe.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Wert des US-Dollars gegenüber einem breiten Korb von Währungen wichtiger Handelspartner, berechnet von der Fed.

Was kann das andeuten?

Ein starker Dollar macht es für den Rest der Welt teurer, Dollar-Schulden zu bedienen und in Dollar gehandelte Rohstoffe zu kaufen. Ein schwächerer Dollar wirkt dagegen wie eine Lockerung der weltweiten Finanzierungsbedingungen.

Was hängt damit zusammen?

Meist gegenläufig zu Rohstoffen (Gold, Öl, Zucker, Kaffee), Schwellenländer-Aktien (zum Beispiel Südafrika oder China) und Bitcoin. Für Anleger in Euro beeinflusst er direkt die Rendite von US-Anlagen.

US-Haushaltssaldo in Prozent des BIP (jährlich)

-5,75 %

Stand 2025 · 1 Monat: +0,49 Pp. · 1 Jahr: +0,49 Pp.

Veränderung im Zeitraum: −0,47 Pp.

%-8-6-4-20202320242025

Überschuss (positiv) oder Defizit (negativ) des Bundeshaushalts je Haushaltsjahr.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Der Saldo des US-Bundeshaushalts je Haushaltsjahr in Prozent des BIP. Negative Werte sind ein Defizit, positive ein Überschuss.

Was kann das andeuten?

Ein großes Defizit in guten Zeiten bedeutet viel neue Staatsverschuldung und damit ein hohes Angebot an Staatsanleihen. Es stützt kurzfristig die Wirtschaft, kann aber Zinsen und Inflation nach oben treiben. In Rezessionen steigen Defizite fast immer.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Staatsschulden, Zinsausgaben, langen Renditen und dem US-Dollar.

US-Staatsschulden in Prozent des BIP

121,19 %

Stand Q2 2026 · 1 Monat: −1,25 Pp. · 1 Jahr: +2,97 Pp.

Veränderung im Zeitraum: +3,76 Pp.

%116118120122124202420252026

Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung; das gängigste Maß für die Tragfähigkeit.

Erklärung

Was zeigt das Diagramm?

Die Schulden der US-Bundesregierung im Verhältnis zur jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP), in Prozent.

Was kann das andeuten?

Die Schuldenquote zeigt, wie tragfähig die Schulden sind. Steigt sie dauerhaft, verlangen Anleger womöglich höhere Zinsen, und der Spielraum für Konjunkturprogramme in Krisen schrumpft. Hohes Wachstum und Inflation senken die Quote, Rezessionen erhöhen sie.

Was hängt damit zusammen?

Verbunden mit Zinsausgaben, Haushaltsdefizit, langen Renditen und Kreditratings der USA.

Quelle: FRED, Federal Reserve Bank of St. Louis (Daten von Federal Reserve, den Federal Reserve Banks St. Louis, Chicago, Cleveland, Atlanta, Dallas und Kansas City, US-Finanzministerium, BLS, BEA, Census Bureau, US-Arbeitsministerium, FHFA, EIA, EZB, Eurostat, OECD, IWF, Bank of Japan und Freddie Mac). Veränderungsraten werden aus den zugrunde liegenden Indizes als Veränderung zum Vorjahr berechnet; die Nettoliquidität ist die Fed-Bilanz minus TGA und Reverse Repos. Zuletzt aktualisiert: 30. Okt. 2026. Nur zur Information, keine Anlageberatung.