EllTec Analysis

EllTec Analysis

Glossar

Die Begriffe, die in den EllTec-Analysen am häufigsten vorkommen, verständlich erklärt. In einer Analyse verlinkt die erste Erwähnung eines Begriffs pro Abschnitt hierher.

Technische Analyse

Alternativszenario
Zweite, weniger wahrscheinliche Deutung der Wellenstruktur mit eigenen Marken. Sie wird zum Hauptszenario, wenn der Kurs die festgelegte Auslösemarke durchbricht.
Elliott-Wellen-Theorie
Methode, Märkte als wiederkehrende, von der Massenpsychologie getriebene Wellenmuster zu lesen: Trends verlaufen in fünf Wellen in Trendrichtung (Impuls) und korrigieren in drei Wellen (Korrektur). Das Muster wiederholt sich auf jeder Zeitebene, von Minuten bis Jahrzehnten.
Fibonacci-Extension
Kursziele jenseits des vorherigen Hochs oder Tiefs (z. B. das 1,618- oder 2,618-Fache einer früheren Welle), mit denen abgeschätzt wird, wie weit ein neuer Impuls laufen könnte.
Fibonacci-Konfluenz
Kursbereich, in dem mehrere unabhängige Fibonacci-Marken (und oft weitere Unterstützungen oder Widerstände) zusammenfallen. Solche Zonen gelten als stärker als eine einzelne Marke.
Fibonacci-Retracement
Aus der Fibonacci-Folge abgeleitete Kursmarken (meist 38,2 %, 50 %, 61,8 % und 78,6 %), die messen, wie weit eine Korrektur in die vorherige Bewegung zurückläuft. Korrekturen kommen häufig in der Nähe dieser Marken zum Stehen.
Impulswelle
Fünfteilige Bewegung (1-2-3-4-5) in Richtung des übergeordneten Trends. Die Wellen 1, 3 und 5 laufen mit dem Trend, 2 und 4 korrigieren; Welle 3 ist nie die kürzeste, und Welle 4 überschneidet Welle 1 normalerweise nicht.
Invalidierungslevel
Der Kurs, an dem die primäre Wellenzählung widerlegt ist. Wird er durchbrochen, wechselt die Analyse in ein Alternativszenario, statt darauf zu hoffen, dass die ursprüngliche Sicht noch aufgeht.
Korrekturwelle
Gegenbewegung zum Trend, meist in drei Wellen (A-B-C), die einen Teil des vorangegangenen Impulses zurücknimmt, bevor der übergeordnete Trend weiterläuft.
Saisonalität
Kurstendenzen, die zu bestimmten Zeiten im Jahr wiederkehren, gemessen über viele Jahre. Saisonalität ist Rücken- oder Gegenwind, keine Prognose für sich allein.
Superzyklus
Sehr hoher Wellengrad in der Elliott-Wellen-Theorie, der sich typischerweise über Jahrzehnte erstreckt. Eine Superzyklus-Welle besteht aus mehreren kleineren Zykluswellen.
Unterstützung und Widerstand
Kursbereiche, an denen Käufe (Unterstützung) oder Verkäufe (Widerstand) eine Bewegung wiederholt gestoppt haben. Einmal durchbrochen, wird aus einer Unterstützung oft ein Widerstand und umgekehrt.
Volumenanalyse
Auswertung des Handelsvolumens zusammen mit dem Kurs: steigendes Volumen bestätigt eine Bewegung, nachlassendes stellt sie infrage, und Kursbereiche mit hohem Volumen wirken oft als Unterstützung oder Widerstand.
Zielzone
Kursbereich statt eines einzelnen Kurses, in dem eine Welle voraussichtlich endet — abgeleitet aus Fibonacci-Verhältnissen und der Wellenstruktur.

Fundamentaldaten

Bruttomarge
Umsatz abzüglich der direkten Kosten der verkauften Waren oder Leistungen, im Verhältnis zum Umsatz. Zeigt Preissetzungsmacht und Produktionseffizienz.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen — eine Annäherung an den operativen Gewinn vor Finanzierungs- und Bilanzierungseffekten.
Eigenkapitalrendite (ROE)
Nettogewinn geteilt durch das Eigenkapital: wie effizient ein Unternehmen das Kapital seiner Eigentümer in Gewinn umsetzt. Hohe Verschuldung kann sie künstlich erhöhen.
EV/EBITDA
Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Nettoverschuldung) geteilt durch EBITDA. Vergleicht Unternehmen unabhängig von ihrer Finanzierung.
Forward-KGV
Das KGV auf Basis der von Analysten erwarteten Gewinne der nächsten zwölf Monate statt der vergangenen Gewinne.
Freier Cashflow
Operativer Cashflow abzüglich Investitionen — das Geld, das ein Unternehmen tatsächlich für Dividenden, Aktienrückkäufe oder Schuldenabbau zur Verfügung hat.
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie: wie viele Jahre aktuellen Gewinns Anleger bezahlen. Nur im Vergleich mit der eigenen Historie, mit Wettbewerbern und dem Wachstum aussagekräftig.
Marktkapitalisierung
Aktienkurs × Anzahl ausstehender Aktien — womit der Markt das gesamte Unternehmen aktuell bewertet.
Operative Marge
Operativer Gewinn (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz — was von jedem Umsatz-Euro nach allen operativen Kosten übrig bleibt.
Verschuldungsgrad
Gesamtverschuldung geteilt durch das Eigenkapital — wie stark das Unternehmen mit Fremdkapital finanziert ist.

Makro & Korrelationen

Globale Liquidität
Die weltweit im Finanzsystem verfügbare Geld- und Kreditmenge, getrieben von Notenbankbilanzen und Zinsen. Steigende Liquidität hebt tendenziell riskantere Anlagen.
Korrelation
Wie eng sich zwei Werte gemeinsam bewegen, von +1 (immer in dieselbe Richtung) bis −1 (immer entgegengesetzt). Korrelationen ändern sich mit der Zeit und sind kein Beleg für Ursache und Wirkung.
US-Dollar-Index (DXY)
Misst den US-Dollar gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen (überwiegend dem Euro). Ein starker Dollar belastet tendenziell Rohstoffe, Schwellenländer und Kryptowährungen.

Risiko & Tradeplanung

Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)
Möglicher Gewinn bis zum Ziel geteilt durch möglichen Verlust bis zum Stop bzw. zur Invalidierung. Ein Wert von 3 bedeutet drei Einheiten Chance je Einheit Risiko.
Drawdown
Der Rückgang von einem Hoch bis zum darauffolgenden Tief, in Prozent. Zeigt, wie viel Verlust eine Position oder ein Portfolio zwischenzeitlich aushalten musste.
Risk Score
Die Risikoeinstufung eines Setups durch EllTec Analysis von 1 (niedrig) bis 10 (hoch), aus Fundamentaldaten, Bewertung, Schwankungsbreite und Klarheit der Wellenstruktur.
Stop-Loss
Vorab festgelegter Kurs, an dem eine Position geschlossen wird, um den Verlust zu begrenzen — meist jenseits des Invalidierungslevels platziert.
Take-Profit
Vorab festgelegter Kurs, an dem (ein Teil) einer Position verkauft wird, um Gewinne zu sichern. Bei einem gestaffelten Ausstieg wird in mehreren Schritten über die Zielzone verkauft.

Krypto

Layer 2
Netzwerke auf einer Basis-Blockchain wie Ethereum, die Transaktionen günstiger und schneller abwickeln und die Ergebnisse anschließend auf der Basis-Chain festschreiben.
Proof of Stake
Verfahren, mit dem sich eine Blockchain auf ihren Zustand einigt: Validatoren hinterlegen (staken) Coins als Sicherheit, statt Energie fürs Mining aufzuwenden; sie erhalten Belohnungen und können bei Fehlverhalten einen Teil ihres Einsatzes verlieren.
Spot-ETF
Börsengehandelter Fonds, der den Basiswert selbst hält (z. B. Bitcoin oder Ether) statt Futures — so erhalten Anleger Zugang über ein normales Wertpapierdepot.